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Unsere "Promenade printanière" führte uns am 8. April 2017 nach Seligenstadt am Main, wo wir ein gemeinsames Mittagessen im Restaurant "Alte Schmiede" hatten und danach eine eineinviertelstündige geführte Besichtigung des ehemaligen Benediktinerklosters mit seinem tulpenreichen Klostergarten.
An der Exkursion nahmen zwölf Mitglieder teil (ein weiteres Mitglied war leider erkrankt). Die diesjährige Organisation der "Promenade printanière" verdanken wir unserem Mitglied Annelie Müller-Decker und ihrem Gatten Guy.

Auszug aus dem "Letzeburger Bliedchen"
39. Jahrgang, Dezember 2016, Nr. 109

Le mot de la Présidente

Léiw Memberen, liebe Freunde unserer Amicale,
Freunde von meinem Mann und mir haben es sich zur Gewohnheit gemacht, ihr erlebtes Jahr in einem Rundbrief an Familie und Freunde Revue passieren zu lassen. Nun, ich möchte am Ende eines für unseren Freundeskreis doch recht ereignisreichen Jahres die Gelegenheit ergreifen, und es ihnen gleich zu tun.  Natürlich werde ich unsere sehr schönen Ausgaben des Bliedchens zur Hilfe nehmen, und nachschauen  was sich im Laufe dieses Jahres ereignet hat. Es ist nicht nur mir, sondern auch meiner Familie und den Freunden ein Genuss, im Bliedchen zu blättern und zu lesen. Die Gestaltung, sowie auch die besondere Art, die Bilder zu positionieren, die Beiträge, welche ja auch teilweise von unseren Mitgliedern zu Papier gebracht, den passenden Rahmen die perfekte Seite zu geben, dafür gebührt im „Le mot de la Présidente“ Dank und Anerkennung an Pierre Even. Pierre schafft es aus einer Generalversammlung mit leider nur sehr wenigen Mitgliedern einen nicht zu übersehenden Artikel gleich auf der ersten Seite zu stellen. Als „Haus und Hof“-Fotograf macht mein Mann Fortschritte, wir sind immer alle erkennbar, sei es von vorne oder von hinten, und es ist schon erstaunlich, welche Resultate er mit dieser Mini-Kamera erzielt. Zur Promenade printanière im Mai in Eltville waren wir auch nicht sehr zahlreich, aber das hat unser Vergnügen am Literarischen Rosenspaziergang kein wenig geschmälert. François Reiser noch in unserem Kreise, sehr agil, sehr interessiert, und nur wenige Monate später trauern wir um François, einen unserer Gründungsmitglieder. Die Dynastie- Feier in Schengen, ein sonniger ereignisreicher Tag an der Mosel. Das Erbgroßherzogliche Paar Guillaume und Stéphanie von Luxemburg und zu Nassau krönten diese besondere Feier mit ihrer Anwesenheit. Beim  Eintreffen der hohen Gäste stand die Weilburger Bürgergarde Spalier, immer ein erhabener Anblick. Für meinen Enkelsohn Rafael, welcher bis dahin Prinzessinnen nur aus den Büchern und natürlich auch von StarWars und Nexo-Night kennt, war es ein Erlebnis der besonderen Klasse. Er durfte der Prinzessin nicht nur Blumen und die Hand reichen, nein er durfte sie auch noch küssen. Seit dem 28. Mai in Schengen gibt es bei Rafael auch eine Prinzessin Stéphanie. Mit Weilburg verbindet uns schon seit vielen Jahren eine enge Freundschaft, woran Bürgermeister Schick maßgeblich beteiligt war und noch immer ist. Zu unserer Nationalfeier in Weilburg begrüßte uns Bürgermeister Schick, und auf der Terrasse vom Hotel Lahnschleife ließen wir gemeinsam mit einem Glas Sekt die Großherzogliche Familie hochleben. 2017 endet die Amtszeit von Bürgermeister Schick. Aber er bleibt uns als Mitglied und als „Schaltstelle“ zwischen Weilburg und dem LFRM erhalten, und das ist SEHR erfreulich. Nach einer langen Sommerpause, ziemlich verregnet, aber dennoch erholsam, trafen sich Ende September bei sommerlichen Temperaturen zum „Hierschtpoteren“ im Garten vom Landgasthaus Diedert: die Präsidentin, der Ehrenpräsident Pierre Even, Mitglied Christine Zips, Mitglied Hille Even, Mitglied Karl-Heinz Fink, und der von Hille ernannte kleiner Ehrengast Rafael Haschke. Beim Aperitif hielt Pierre einen sehr interessanten Vortrag über den Luxemburger Nationaldichter Michel Rodange, dessen 140.Todestag sich jährte, für mich Anlass, einige Verse aus dem IX. Gesang vom Rénert zu rezitieren, welche meine Heimatgegend Haller, Waldbillig, und Beaufort aufleben ließen. Im November war unser Verein innerhalb einer Woche gleich zweimal in Weilburg präsent. Am 17. November zur Eröffnung der Fürstengruft  und Kranzniederlegung in der Schlosskirche. Eine Woche später am 24. November  abermals zur Eröffnung der Fürstengruft und Kranzniederlegung in der Schlosskirche, diesmal aus Anlass des 100. Todestages von Adelheid Marie Großherzogin von Luxemburg. Zu dieser Gedenkfeier in der Schlosskirche hatten wir die große Ehre der Anwesenheit S.K.H. des Erbgroßherzogs Guillaume von Luxemburg, Erbprinz zu Nassau. Jean-Paul Théato hat mit seinem klaren TenorGesang die Gedenkfeier würdevoll begleitet. An beiden Gedenktagen war die Schlosskirche sehr gut besucht, und trotz der langen Anfahrt waren Dante Bernabei und Christa sowohl als Ehrenpräsident wie auch als Mitglied anwesend, was wohl auch mit der Verbundenheit zu unserem Verein zusammenhängt. Beim anschließenden Empfang im Schloss habe nicht nur ich es sehr genossen, eine Unterhaltung mit unserem Erbgroßherzog zu führen, und stellte fest, mit wie viel Aufmerksamkeit und Herzlichkeit Guillaume von Luxemburg den Menschen begegnet. Mich als Royalistin erfüllt das mit Stolz. Am Ende eines Jahres halte ich es mit Gabriel García Márquez: „Unser Leben ist nicht das was geschah, sondern das woran wir uns erinnern, und wie wir uns daran erinnern.“ In diesem Sinne wünsche ich „ All eise Memberen a Frënn eng gutt Adventszäit, schéi Chrëschdeeg an e glécklecht neit Joer.“
Elise Fink-Weydert 

„Hierscht-Poteren“ am 25. September 2016 in Wiesbaden-Klarenthal

Bei herrlichem Herbstwetter traf sich eine kleine Runde am Sonntagmittag des 25. September in der traditionsreichen „Hostellerie Landhaus Diedert“ in Wiesbaden, im Stadtteil Alt-Klarenthal. Die Hostellerie wurde 1979 in einem Teil der Gebäude des 1298 von König Adolf von Nassau und seiner Gemahlin Königin Imagina gegründeten Klarissenklosters bei Wiesbaden etabliert und ist für ihre besondere, südfranzösisches Flair ausstrahlende Atmosphäre weithin bekannt. Immerhin waren mehr Mitglieder als Comitémitglieder anwesend, einschließlich eines jungen Ehrengastes. Ein gutes Dutzend weiterer Mitglieder hatte mitgeteilt, dass sie leider infolge privater und beruflicher Verpflichtungen absagen mussten.
Bei einem Apéritif im gemütlichen Restaurant-Garten ging es um das literarische Thema des Luxemburger Nationalepos Rénert, De Fuuss am Frack an a Maansgréisst, das 1872 von Michel Rodange herausgegebene Hauptwerk der Luxemburger Literatur des 19. Jahrhunderts. Michel Rodange wurde 1827 in Waldbillig geboren. Unsere Präsidentin Elise Fink-Weydert, geboren im benachbarten Dorf Haller, hat somit seit ihrer Kindheit mit dem Rénert gelebt, ist mit ihm aufgewachsen und kann aus dem Nationalepos noch heute größere Passagen auswendig zitieren.
So erfreute uns Elise Fink-Weydert, abgesehen von einigen Erinnerungen an ihre Primärschule in Haller, mit den folgenden auswendig vorgetragenen Versen aus dem Rénert, IX. Gesank von Michel Rodange, in Haller und Waldbilliger Platt (mit kleinen persönlichen Variationen), mit der Überschrift: D‘Fuesent zu Waldboelleg:
Drop wöschen ech dann heemlech ivert Befort, dann op Haler. Jong Huose wollt ech sichen ech fong en etlech aler. Am Niesendall, wie koum do! Mäi gudden Isegrem! Ech mengt, et wär net me´glech, e kwe´m als Geescht eröm! Ech sot: ‚Mä Här Professer, Mä aß da schuns Vakanz? Dir hutt de Fuosechsbreetchen dach secher an der Panz?‘ ‚Nee,‘sot en, ‚awer Schrouden ous me´h als zwanzeg Läfen; der Däiwel soll och huelen all Kueschten an all Grefen!‘ ‚Am Schoulfach‘, sot ech, ‚Monnonk, aß näischt, wat mech verwonnert; vill Bessre gung et schlechter, ech nennt Iech der wuohl honnert. Mä loßt Iech dat net reien, ech son et bei Iech zou: op Iech ge´f `t Schoulamt leien we´d´Gei op enger Kouh.‘
Pierre Even, dessen Vorfahren wiederum aus dem Haller benachbarten Dorf Befort (frz. Beaufort) stammen, steuerte einen biographischen Überblick zu Michel Rodange und den Rénert bei, der nachfolgend abgedruckt wird. Auf diese Weise reichlich mit literarischer Kost verwöhnt, nahmen die Teilnehmer sodann im Restaurant Platz und setzten das Poteren bei Trank und Speis in geselliger Runde fort. Es war eine von den anwesenden Mitgliedern sehr gelobte literarisch-kulinarische Veranstaltung, die auch im kommenden Jahr wieder durchgeführt werden soll. (Ev.)

Michel Rodange und der „Rénert“

Vor 140 Jahren, am 27. August 1876, verstarb in Clausen Michel Rodange, der aufgrund seines Hauptwerks Rénert später als Luxemburger Nationaldichter bezeichnet wurde. Rodange wurde am 3. Januar 1827 als Sohn eines Schusters in Waldbillig geboren, sein nach dem 2. Weltkrieg wieder aufgebautes Geburtshaus trägt über dem Eingang eine Gedenktafel. Michel Rodange wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf, besuchte die Primärschule seines Heimatdorfs, und hatte dann Unterricht beim Vikar von Michelbuch, wo er bereits als Hilfslehrer fungierte. Von 1845 bis 1847 besuchte er die kurz vorher gegründete Lehrernormalschule in Luxemburg. Der junge Michel Rodange hatte damals bei einer Familie in Merl Kost und Logis. 1847 wurde er Lehrer in Steinsel, nachdem er als Erster den von der Gemeinde Steinsel ausgeschriebenen Concours für eine vakante Lehrerstelle bestanden hatte. 1854 wurde er Oberlehrer in Fels. Damals, 1854, erschienen seine ersten deutschen Gedichte in der in Diekirch erscheinenden Zeitung Der Wächter an der Sauer. In dem Aufsatz Die Literatur in Luxemburg trat er für eine eigenständige Luxemburger Literatur ein und unterstützte den Vorschlag zur Gründung einer vaterländischen Literaturzeitung. Ebenfalls Im Jahre 1854 verheiratete er sich mit Madeleine Leysen aus Strassen, die ihm zehn Kinder schenkte, von denen sechs in jungen Jahren starben. Da er den Lehrerberuf aufgeben wollte, meldete er sich 1858 beim Straßenbauamt zum Einstellungsverfahren des Cantonal-Piqueurs für Gemeindewege. Als ihm ein Kandidat mit geringerer Qualifikation vorgezogen wurde, blieb er ein weiteres Jahr als Lehrer in Fels. Anschließend war Michel Rodange ein paar Monate als Angestellter bei der Verwaltung der zu den Königlichen Privatdomänen gehörenden Eisenhütte in Fischbach. Von Februar 1860 bis 1862 ersetzte er den erkrankten Piqueur des Kantons Echternach. Im Januar 1862 wurde er, mit Wohnsitz in Koerich, Piqueur des Kantons Capellen, im Mai 1866 des Kantons Wiltz. In jenen Jahren begann er, sich ernsthaft mit deutscher, französischer und griechischer Literatur auseinanderzusetzen und wurde Mitarbeiter des Echternacher Anzeiger. Einzelne deutsche Gedichte Michel Rodanges erschienen auch in Luxemburger Wort und Courrier du Grand-Duché de Luxembourg. Sie befassen sich mit Themen wie Freundschaft, Geselligkeit, Naturerleben und Treue zum Vaterland und unterscheiden sich von seinem späteren literarischen Schaffen dadurch, dass sie keine politischen und satirischen Aussagen enthalten. 1869 wurde er Mitarbeiter des Wochenblatts für Luxemburgische National-Literatur Das Vaterland. In seiner Wiltzer Zeit schrieb Michel Rodange, der ab 1868 auch in dem humoristisch-satirischen Wochenblatt D‘Wäschfra eine Zeit lang mit kecken, respektlosen Beiträgen mitarbeitete, den Rénert, eine Adaptation des Reineke Fuchs von Goethe. Aus den 12 Gesängen der Vorlage entstand in 14 Gesängen ein eigenständiges Werk, das vor dem geschichtlichen Hintergrund der Krisenjahre 1867 bis 1871 spielt. Die Tiere, die bekannte Luxemburger Persönlichkeiten darstellen, sprechen unterschiedliche Lokalmundarten. Rénert stellt eine scharfe Kritik an politischen und sozialen Missständen in der Luxemburger Gesellschaft dar. Michel Rodange beanstandet z. B. die damaligen Schmelzherren mit ihrer Raffgier und die politischen Machthaber im In- und Ausland, die einzig und allein auf ihren Vorteil bedacht sind. 1872 erschien der Rénert, De Fuuss am Frack an a Maansgréisst als Buch in der Imprimerie Jean Joris, zunächst noch unter dem Pseudonym vun Engem Letzebreger. Doch von seinem Hauptwerk nahm die Öffentlichkeit damals kaum Notiz. Erst die zweite Auflage erschien unter seinem eigenen Namen. 1873 ließ er sich zeitweilig aus dem Staatsdienst beurlauben und zog als Baukonduktor der Compagnie des chemins de fer Prince Henri mit seiner Familie nach Echternach, um bei der Überwachung des Baus der Sauer-Eisenbahn mitzuarbeiten. In jener Zeit erkrankte er an einem Magengeschwür. Er wurde in die Stadt Luxemburg versetzt. Zuletzt war er Hilfskonduktor in Luxemburg-Clausen, wo er bei der Schleifung der Festung Luxemburg mitwirkte und neue Straßen wie die Montée de Clausen entwarf. Damals wohnte er mit seiner Familie in Clausen, wo Rodange 1876 im Alter von erst 49 Jahren an den Folgen seines Magenleidens verstarb. Er wurde auf dem Liebfrauenfriedhof begraben. Erst nach einer Reihe von Vorträgen von Nik Welter und Caspar Mathias Spoo zu Beginn des 20. Jahrhunderts und der aufwendig inszenierten Jahrhundertfeier 1927 wurde das Werk einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Seither erlebte es viele Auflagen. Am bekanntesten sind die Jubiläumsausgabe von Joseph Tockert sowie die Edition von Romain Hilgert mit ausführlichen historischen und politischen Erläuterungen.1945 schrieb François Delvaux eine Bühnenfassung des Rénert. 2002 erschien der gesamte Text als Hörbuch.  Michel Rodanges in Wiltz verfasstes Theaterstück Dem Grow Siegfried seï Gold, oder Dem Grow Sigfrid seng Goldkuommer, das eine Bearbeitung des Platen'schen Lustspiels Der Schatz des Rhampsinit darstellt, sowie die bukolische Dichtung D'Lëerchen, oder Dem Le'weckerchen säi Lidd, ein Lob auf das Landleben und den technischen Fortschritt, wurden erst posthum veröffentlicht. Das in der Felser Zeit für sein zweites Kind verfasste Tagebuch Meine Tochter Elisa. Am zehnten September 1856 wurde 1972 in Nouvelle revue luxembourgeoise-Academia mit einem Kommentar von Cornel Meder herausgegeben. Aus der gegen Lebensende verfassten und verschollenen Chronik von Waldbillig wurden zur Jahrhundertfeier von 1927 ein paar Auszüge publiziert. Einige Gedichte von Michel Rodange wurden von Laurent Menager, Louis Petit und Jean Freilinger vertont. Am 26. Juni 1932 wurde am Rande des hauptstädtischen Knuedlers, neben dem Stadthaus, unter großer Anteilnahme der Bevölkerung das Denkmal für Michel Rodange feierlich eingeweiht, für das seit 1930 im Lande trotz großer Schwierigkeiten geworben und gesammelt worden war. Zu den Festrednern gehörte Staatsminister Joseph Bech und Bürgermeister Gaston Diderich. Im Mittelpunkt der zahlreichen Ehrengste standen Prinz Félix und die beiden Töchter Michel Rodanges, Elise und Marguerite. Batty Weber und Fernand Mertens hatten die Festkantate verfasst, die jedoch von der Glocke der Kathedrale unbarmherzig gestört wurde. Das Denkmal war vom Luxemburger Zeichenlehrer Jean Curot geplant und unter Beteiligung des Bildhauers Mergen (Medaillon) und der Künstler Demuth und Grosber (Figur des Fiischens) ausgeführt worden. Das Original des Fiischen wurde 1979 gestohlen und 1981 durch eine Kopie ersetzt. Nach dem Autor wurde das in den von ihm als Schüler fast täglich durchlaufenen Merler Wiesen, auf dem Campus Geesseknäppchen gelegene, 1968-70 erbaute Lycée Michel Rodange in Luxemburg benannt.
Pierre Even

(Verwendete Literatur: Roger Muller / Josiane Weber: Michel Rodange, in: Luxemburger Autorenlexikon [www.autorenlexikon.lu]; Roger Muller: Michel Rodange und die Stadt Luxemburg, in: Ons Stad, Nr. 63, 2000, S. 20-23)

Kranzniederlegung am 17. November 2015 in der Weilburger Fürstengruft anlässlich des 111. Todestags Großherzog Adolphs

Wie alljährlich am Todestag Großherzog Adolphs von Luxemburg, Herzogs zu Nassau, der am 17. November 1905 auf Schloss Hohenburg bei Lenggries in Oberbayern verstarb, kamen auch am vergangenen 17. November in der Schlosskirche zu Weilburg an der Lahn zahlreiche Weilburger und Gäste aus dem Rhein-Main-Gebiet sowie aus Luxemburg zusammen, um des letzten nassauischen Herzogs und Begründers der Dynastie Luxemburg-Nassau zu gedenken. Wie stets wurde mit Genehmigung des Großherzoglichen Hofes in Luxemburg, der ein Blumengesteck niederlegen ließ, die Fürstengruft der Weilburger Schlosskirche für das Publikum geöffnet. Mitglieder der Bürgergarde der Stadt Weilburg hielten die traditionelle Ehrenwache am Eingang, der von Kränzen und Blumengestecken umrahmt war. Viele Bürger, darunter eine Schulklasse der Heinrich-von-Gagern-Schule, nahmen an dem kurzen Gottesdienst teil, der von Kantorin Doris Hagel an der Orgel musikalisch souverän umrahmt wurde. LFRM-Vizepräsident Jean-Paul Théato sang sehr ausdrucksvoll das Lied von Joh. Wolfg. Franck „Sei nur still“ aus der Kantate "Vom Kreuz und Trübsal" (Nr. 72). Unter den Gottesdienstbesuchern waren Bürgermeister Hans-Peter Schick sowie eine Delegationen aus der Weilburger Partnergemeinde Colmar-Berg (Luxemburg) mit Bürgermeister Gast Jacobs an der Spitze. Die Luxemburger Moselgemeinde Schengen, mit der insbesondere die Weilburger Bürgergarde enge Beziehungen pflegt, war unter anderen durch Bürgermeister Ben Homann und SIPräsident Marc Schoentgen vertreten. Alle drei Gemeinden ließen Blumengestecke niederlegen. Die Luxemburger im Rhein-Main-Gebiet waren durch Präsidentin Elise Fink-Weydert, weitere Vorstandsmitglieder und Mitglieder des LFRM vertreten, der seit Jahren eine intensive Verbindung zur ehemaligen Residenz pflegt und ebenfalls ein Blumengesteck niederlegte. Für die Arbeitsgemeinschaft Biebricher Vereine und Verbände deponierten der Vorsitzende Günter Noerpel und der stellvertretende Vorsitzende Dr. Rolf Faber einen Kranz.
Pfarrer Guido Hepke gab in seiner Andacht einen kurzen, wenn auch leider sehr tendenziösen Rückblick auf Adolphs Leben. Der Großherzog ist in der Fürstengruft unter dem Schlosskirchenaltar - neben anderen Persönlichkeiten des Fürstlichen, Herzoglichen und Großherzoglichen Hauses - beigesetzt. Nach einem Gebet in der Gruft mit den Ehrengästen stand diese für den allgemeinen Besuch zur Verfügung.
Nach der Feierstunde hatte die Stadt Weilburg zu einem Empfang im Komödienbau geladen, bei dem Bürgermeister Hans-Peter Schick nach Begrüßung aller Ehrengäste und Gäste ausführte: Es lebe die Freundschaft! Wenn ich zurückdenke an die Zeit vor 25 Jahren und vergleich die mit heute, so darf ich mit großer Freude und Dankbarkeit feststellen, dass die Freundschaft zwischen den Luxemburgern und den Weilburgern eine Traumkarriere erlebt hat und erlebt. [...] Gute Gründe führen uns heute hier zusammen in der barocken nassauischen Residenzstadt Weilburg an der Lahn: 111. Todestag von Adolph, Großherzog von Luxemburg und Herzog von Nassau, Freundschaft der Kommunen Colmar-Berg und Weilburg (2004), Freundschaft des Luxemburger-Freundeskreis RheinMain und der Stadt Weilburg an der Lahn, Freundschaft der Gemeinde Schengen und des Syndicat d’Initiative Schengen mit der Bürgergarde der Stadt Weilburg, und Freundschaft der Freunde Nassaus in Wiesbaden und Weilburg. Freundschaft findet nur statt, wenn sie gelebt wird. Gerade in diesen Tagen, an denen einige dunkle Wolken am Himmel des gemeinsamen europäischen Hauses aufgezogen sind, nationale Gedanken der Ichsucht propagiert werden, ist es wichtig Flagge zu zeigen für das gemeinsame europäische Haus im globalen Weltdorf, entschlossen mit Verstand und Courage einzutreten für Frieden, Freiheit, Wohlstand und Demokratie. Vor allem aber gilt es, die Freundschaften in Europa zu leben, Menschenwürde und Menschenfreundlichkeit zu leben. Der hier und heute [als Büste] anwesende römische Staatsmann Marcus Tullius Cicero (106-43 v. Chr.) hat es einmal unübertrefflich gut formuliert: „Das schönste Geschenk, das die Götter den Menschen verliehen, ist die Freundschaft. Mögen manche auch den Reichtum, die Macht, die Ehre oder die Gesundheit preisen, ich ziehe die Freundschaft und Weisheit allen anderen Gütern vor. Im Glück wie im Unglück verlangt der Mensch am meisten nach Freundschaft.“ Ich bin höchst dankbar und auch etwas stolz für all diese Freundschaften, für all dieses Miteinander. Auf dem Fundament unserer gemeinsamen Geschichte leben wir gemeinsam die Gegenwart und gestalten den Weg in die Zukunft. [...] Danke und einen fürwahr Guten Tag und eine Gute Zeit! 
Es folgten der Austausch von Geschenken und Aufmerksamkeiten seitens der Repräsentanten der drei Gemeinden, und ein Ehrenwein mit lebhaften Gesprächen und Gedankenaustausch beendeten die Feierlichkeiten.  (Ev.)

S.K.H. Erbgroßherzog Guillaume gedachte des 100. Todestages der Großherzogin Adelheid Marie am 24. November in Weilburg

Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche war die Fürstengruft in der Weilburger Schlosskirche geöffnet worden. Hohen Besuch aus Luxemburg hatte am 24. November die ehemalige nassauische Residenz Weilburg an der Lahn anlässlich des 100. Todestages der Großherzogin Adelheid Marie von Luxemburg, der zweiten Ehefrau des Großherzogs Adolph von Luxemburg und Herzogs zu Nassau. Bei herbstlichem Großherzogs-Wetter besuchte Seine Königliche Hoheit Erbgroßherzog Guillaume die Fürstengruft in der Schlosskirche.
Nach der Begrüßung des hohen Gastes auf dem Marktplatz durch Bürgermeister Hans-Peter Schick und Bürgergarde-Hauptmann Jörg Schönwetter wurde in der Schlosskirche, mit einer Ehrenwache der Weilburger Bürgergarde, der in der Gruft ruhenden Grafen und Fürsten zu Nassau sowie Großherzöge von Luxemburg aus der Linie Nassau-Weilburg gedacht. Beim Betreten der Kirche ertönte, mit großer Verve gespielt von Kantorin Doris Hagel an der Orgel, die „Paraphrase sur le Wilhelmus“ des Luxemburger Komponisten Pierre Even. Der Luxemburger Tenor Jean-Paul Théato interpretierte mit viel Einfühlungsvermögen, von Doris Hagel begleitet, das Lied
von Joh. Wolfg. Franck „Sei nur still“ aus der Kantate "Vom Kreuz und Trübsal" (Nr. 72) sowie aus dem Oratorium "Elias" von Felix Mendelssohn Bartholdy die Arie Nr. 31 "Sei  stille dem Herrn". Pfarrer Guido Hepke beleuchtete das Leben der am 25. Dezember 1833 in Dessau geborenen Prinzessin Adelheid Marie zu Anhalt und die Zeit, in der sie lebte. Im Jahre 1851, nach dem frühen Tod seiner ersten Ehefrau, wurde sie die zweite Gemahlin von Herzog Adolph zu Nassau, dem späteren Großherzog von Luxemburg, dem sie fünf Kinder gebar. Sie wählte Königstein im Taunus als Sommersitz, an dem ihr der Gatte 1858 das heutige Luxemburgische Schloss schenkte. Im Ort war sie hoch angesehen, die Adelheidstraße ist nach ihr benannt, ebenfalls das Herzogin-Adelheid-Stift. Sie verstarb am 24. November 1916 auf Schloss Königstein im Taunus. Adelheid zu Anhalt habe Höhen und Tiefen des politischen Lebens erlebt. In ihren jungen Jahren erlebte sie die 1848er Revolution und die Auseinandersetzungen in der nachfolgenden Zeit wie auch die erste Hälfte des Ersten Weltkriegs. Unvorstellbar sei die Zahl der damals Getöteten und Verwundeten, unvorstellbar das Leid der Menschen, die für den zerstörenden Krieg missbraucht worden seien. Bei der Erinnerung an diese schweren Zeiten und einem Vergleich zu den heutigen Krisen mahnte der Pfarrer, die Demokratie nicht aufs Spiel zu setzten. Heutzutage sei Frieden für Europa selbstverständlich, ebenso wie eine freiheitlich-demokratische Grundordnung, die Aussöhnung der europäischen Länder und der Grundkonsens, dass die Würde des Menschen unantastbar ist, unabhängig von Religion und Herkunft, sagte Hepke. Die Demokratie sei kein Selbstläufer und bedürfe der Pflege. Nach der Predigt begab sich S.K.H. Erbgroßherzog Guillaume im kleinen Kreis in die Fürstengruft, nachdem dort die zur Ehrenwache angetretenen Gardisten der Bürgergarde die zahlreichen Kränze und Blumengestecke vor dem Sarkophag von Großherzogin Adelheid Marie deponiert hatten. Pfarrer Hepke sprach das Vater unser. Bei der Rückkehr in den Kirchenraum begrüßte der Erbgroßherzog mit herzlichem Händeschütteln den Lehrer Thomas Hemp und die anwesenden Schüler der Heinrich von Gagern-Schule, die seit über zehn Jahren sehr engagiert das Projekt „Leben im Schloss“ gestalten. Die von der Organistin nochmals gespielte „Paraphrase sur le Wilhelmus“ beendete den Gottesdienst. Beim Hinausgehen bedankte sich der Erbgroßherzog mit herzlichen Worten bei Organistin Doris Hagel und Tenor Jean-Paul Théato.
Im Anschluss an das Gedenken lud Bürgermeister Schick die Teilnehmer in den Westflügel des Schlosses zu einem kleinen Empfang ein. Für die Stadt Weilburg und die mit ihr befreundeten Menschen seien diese Begegnung Momente der Würdigung der Vorfahren und der Dankbarkeit, sagte Schick zur Begrüßung der Königlichen Hoheit im Schloss seiner Vorfahren. In den letzten zwei Jahrzehnten seien Luxemburg und Weilburg spürbar zusammengewachsen. Er sei höchst dankbar für die Freundschaft mit Seiner Familie und mit Colmar-Berg sowie für die Begegnungen mit Schengen. Unter Applaus sagte Schick: Dem Luxemburger-Freundeskreis Rhein-Main mit den Präsidenten Dr. Dante Bernabei, Pierre Even und Elise FinkWeydert danke ich für die Förderung des Miteinanders, besonders Pierre Even gilt mein herzlichster Dank, auch persönlich für die wunderbare Wegbegleitung, für den Bau der Brücken zwischen Luxemburg sowie Weilburg.
Im kommenden Jahr warteten bereits wieder wichtige Ereignisse. In Weilburg werde der 200. Geburtstag von Adolph, Großherzog von Luxemburg und Herzog zu Nassau, gefeiert. Die Schlosskonzerte im Juni und Juli stünden zum 45. Mal unter der Schirmherrschaft S.K.H. des Großherzogs Henri von Luxemburg, Herzogs zu Nassau, und zum 1. Juli stehe der Wechsel im Bürgermeisteramt an. Gleichzeitig würden die Freundschaften zwischen Luxemburg und Weilburg gepflegt.
Schick appellierte an die Europäer, zusammenzuhalten und mit Zivilcourage für unsere Werte einzutreten. Das europäische Haus sei in 70 Jahren zu einem Garanten für Frieden, Freiheit und Demokratie, für Menschenwürde und Menschenfreundlichkeit geworden. „Wir dürfen unsere Heimat nicht nationalistischem Populismus, dem Egoismus und der Missachtung der Menschenwürde überlassen. Auch dafür sind Begegnungen wie heute wichtig. Flagge zeigen für unser gemeinsames europäisches Haus, für unser Fundament der Zusammenarbeit.“
Erbgroßherzog Guillaume zeigte sich volksnah und gesprächig, begrüßte viele der Teilnehmer per Handschlag, und plauderte mit sehr vielen Gästen und den Bürgergardisten, denen er für die Ehrenwache an der geöffneten Gruft dankte. Ein denkwürdiger Tag für Weilburg.
(Weilburger Tageblatt/Nassauische Neue Presse 25.11.2016/ Red.)

Luxemburg und sein Wein

Wir Luxemburger lieben unseren Wein, und das nicht erst seit neuestem. Die Geschichte des Weines in Luxemburg ist älter als die Geschichte Luxemburgs. Das Grundgebiet des heutigen Großherzogtums ist schon sehr lange besiedelt. Erste Spuren von bedeutenden Kulturen wurden am Titelberg gefunden, Überreste einer größeren keltischen Ansiedlung der Treverer aus dem 2. und 3. Jahrhundert vor Christus.  Den Kelten war zwar der Weinanbau bekannt, jedoch gibt es keinen Hinweis, dass die Treverer in Luxemburg bereits Wein angebaut haben. Die ersten Beweise des Weinanbaus stammen aus dem ersten Jahrhundert vor Christus von den Römern, die um 50 bis 60 vor Christus anfingen, das heutige Gebiet von Luxemburg zu besiedeln. Wichtige Orte, die wir heute noch kennen, sind zum Beispiel Dalheim, Mamer, Remerschen, Grevenmacher und einige mehr. Die römische Besiedlung in der Region war relativ stark entwickelt. Trier zum Beispiel war ja bekanntlich kaiserliche Residenzstadt und auch zweite Hauptstadt des Römischen Imperiums. Arlon war eine wichtige Garnisonstadt und war sogar zur Römerzeit größer, als es jetzt ist. Die berühmten Mosaiken von Nennig zeugen von einem sehr hohen Lebensstandard in dieser Region. Zu einen hohen Lebensstandard bei den Römern gehört auf jeden Fall der Wein, das steht außer Frage. Die imposanten Grabdenkmäler von Remerschen „op Mecheren“ sowie in Grevenmacher am Potasch-Bierg „an der Heck“ sind in Stein gemeißelte Beweise, wie gut es den römischen Winzern an der Mosel ging, und welche soziale Stellung sie damals hatten. Der Weinanbau in Luxemburg ist also, wie wir hieraus schließen können, über 2000 Jahre alt. Ein weiteres Relikt aus dieser Zeit ist unser hoch geschätzter Elbling. Es ist die älteste Rebsorte, die nördlich der Alpen angebaut wurde. Ihr Ursprung ist jedoch nicht zu 100% gesichert. Es gibt Stimmen, dass die Römer sie mitgebracht haben. Andere sagen jedoch, dass sie ursprünglich aus dem Rheintal stammt und von den Römern aus wilden Trauben kultiviert wurde. Wir müssen auch davon ausgehen, dass der in Luxemburg angebaute Wein nicht nur regional getrunken wurde. Eine wichtige römische Straße führte durch unser Ländchen, und zwar von Trier aus über Igel, Dalheim, Luxemburg, Mamer, Arlon, Virton nach Reims. Es gab sogar zwei wichtige Abzweigungen, und zwar von Dalheim nach Metz und von Luxemburg über Mersch, Diekirch nach Echternach. Wo Straßen sind, wird Handel betrieben! Geschichtlich belegt ist das allerdings nicht. Die Stadt Luxemburg gab es damals noch nicht, sie wurde ja erst im Jahre 963 gegründet. Es wurde jedoch dort an der Straßenkreuzung ein kleines Kastell erbaut, somit der Beginn unserer schönen Hauptstadt. Als das Römische Imperium zusammenbrach und die Germanen sich ausbreiteten, verfiel der Weinanbau in einem Schlummertief. Erst unter den Franken im Mittelalter erlebte der Weinanbau wieder eine starke Blütezeit. Die Mönche in den neuen Klöstern waren in gewissem Sinne ja auch Genießer, und Wein ist ja nun mal Genuss! Im sehr strengen Winter von 1709 fielen, mit Ausnahme des Moseltals, alle Rebstöcke im Land dem Frost zum Opfer.
Jedoch die Winzer fingen mit der Neubepflanzung sofort wieder an. Im Übrigen wurde damals zu 90% Elbling angepflanzt. Der größte Teil der Ernte wurde jedoch als Fassware nach Deutschland exportiert, in Hauptsache ins Moselland. Erst im 20. Jahrhundert wurde durch den Luxemburger Staat die Identität der Luxemburger Weine gestärkt. Sehr hilfreich war die Zollunion mit Belgien im Jahre 1922. Im Jahre 1925 wurde dann das Weinbauinstitut in Remich gegründet. In 1935 entstand dann das Qualitätsprädikat „Marque Nationale des Vins de la Moselle Luxembourgeoise“. Wie immer war der Elbling wieder dabei, man könnte fast sagen, die Luxemburger Rebsorte, denn außer in Luxemburg wird Elbling nur noch in geringen Mengen an der Deutschen Mosel angebaut. Was viele übrigens nicht wissen, ist, dass der Luxemburger Elbling in den 1950er und 60er Jahre auch in die Champagne exportiert wurde und mit in die Cuvées der edlen Tropfen verwendet wurde. Heute genießt der Luxemburger Wein einen exzellenten Ruf von hoher Qualität, wird aber nach wie vor überwiegend im eigenen Land getrunken. Wir haben ja leider nicht so viel davon, und die Luxemburger sind ja bekanntlich große Genießer. Der Elbling hat aber im Laufe des letzten Jahrhunderts noch so einige „Kollegen“ dazu bekommen. Rivaner (Müller-Thurgau) Auxerrois, Riesling, Pinot Blanc, Pinot Gris, Pinot Noir, Gewürztraminer, Chardonnay und Silvaner sind mittlerweile auch an der Mosel heimisch geworden und erfreuen unseren Gaumen.
Olivier L. Schrikker

Um Kichendësch

Schweinefilet-Medaillons Schengen
 
2 ca. 8 cm dicke Schweinefilet Medaillons
50g Luxemburger Ziegenfrischkäse
2 Scheiben geräucherten Bauchspeck
1 Teelöffel Tomatenmark
4 große Salbeiblätter
Frischer Thymian, Rosmarin und Basilikum
Salz und Pfeffer
 
Man schneide die Medaillons so, dass man sie nachher wieder schön aufrollen kann. Den Ziegenfrischkäse mit etwas Salz, Pfeffer und dem fein gehackten Thymian, Rosmarin und Basilikum sowie dem Tomatenmark vermischen. Es ergibt eine rosa-orangefarbige Masse. Diese streicht man auf die Innenseite des Medaillons und rollt sie wieder auf. Dann umwickelt man die Medaillons erst mit den 2 großen Salbeiblättern und anschließend mit dem geräucherten Bauchspeck. Die Medaillons auf den Holzkohlengrill auf die Speckseite legen und rundum langsam grillen.
Bei schlechtem Wetter (wie wir das ja häufiger haben) kann man die Medaillons natürlich auch in der Bratpfanne braten.
Dazu servieren wir einen schönen gemischten Salat und eine Grillkartoffel mit Kräuter-Crème- épaisse. Ein gut gekühlter „Pinot Gris Schengener Markusberg“ passt hervorragend zu diesem sommerlichen Gericht.
Olivier L. Schrikker

Hintergrundmusik: Pierre Even (1946): Paraphrase sur le "Wilhelmus" op. 40 - Holzbläserquartett der Wiesbadener Musikakademie (Wiesbaden 2008)

Luxemburger-Freundeskreis Rhein-Main e.V. | info@letzebuerg.de